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Offenbach am Glan

Es dauerte lange, bis sich nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder Menschen in Offenbach, dem heutigen Offenbach-Hundheim angesiedelt hatten. Die Bewohner kamen nach und nach von überall her. Es gefiel ihnen in dem von fruchtbaren Anhöhen und Wald umgebenen kleinen Ort. Vermutlich beeinflusste die Besiedlungspolitik Frankreichs ab Ende des 17. Jahrhunderts die Niederlassung katholischer Christen, die sich mit den Bewohnern der evangelischen und jüdischen Konfessionen gut verstanden. Die zufriedenstellenden Lebensbedingungen förderten die hohe Geburtenrate, die insgesamt zu einem beachtlichen Bevölkerungswachstum beitrug. Über die nachfolgenden Jahre des 18. bis 20. Jahrhunderts kam es zu Auswanderungen, die aber die Bevölkerungsentwicklung nicht nachteilig beeinflussten. Heutige Ahnenforscher können die verwandtschaftlichen Vorfahren, die in Offenbach getauft und getraut wurden, in Ungarn, Rumänien, Polen, Brasilien, USA etc. wiederfinden. Dennoch sind viele Menschen in der näheren Umgebung der ehemals gewählten Heimatorte geblieben.

Der alte Ortskern Offenbachs liegt nördlich des Glans. Auf beiden Seiten ist Offenbach von zum Teil bewaldeten dreihundert Meter hohen Bergen und Höhen, auf denen Wein angebaut und Landwirtschaft betrieben wird, umgeben. Den Kirchenbüchern lässt sich entnehmen, dass neben der Landwirtschaft auch viel Handel getrieben wurde. Ebenso sind die Handwerksberufe weit verbreitet gewesen.

Die über die Jahrhunderte wechselnden politischen und religiösen Verhältnisse hinterließen natürlich auch ihre Spuren in den Kirchenbüchern. Gerade dem Ahnenforscher spiegelt sich der ständige Wechsel der Zuständigkeiten von Politik und Religion in den Kirchenbüchern wieder. So scheinen kausale Zusammenhänge abrupt abzubrechen. Die Schnittstellen der miteinander verwandten Menschen finden sich in den ehemaligen Grenzziehungen, gleich durch welche Liga verursacht, wieder. Die damals doch häufig gemischt religiösen Ehen bringen heutzutage den Ahnenforscher zu detektivischen Höchstleistungen bei der Zusammenführung des Beziehungsgeflechtes. Durch dieses ist der Familienforscher gezwungen, alle Bewohner unabhängig der Konfession wahrzunehmen, wenn er ein einheitliches Bild der Familienzugehörigkeit erkennen will.

Besondere Beachtung sollte der Nennung der Paten bzw. Zeugen bei den Taufen und Hochzeiten geschenkt werden. Diese geben Hinweise auf verwandtschaftliche, freundschaftliche und berufliche Vernetzungen und können eine bedeutende Facette in der eigenen Familienchronik sein.

Die Ortsgemeinde Offenbach-Hundheim brachte im Jahr 2010 anlässlich der 875-Jahr-Feier des Ortsteils Offenbach das Buch "Kleines Ortsbuch von Offenbach-Hundheim" heraus. In Assoziation an das erste "Kleine Ortsbuch" erscheint im Sommer 2014 das zweite "Kleine Ortsbuch", nämlich das "Familienbuch Offenbach-Hundheim - Die katholischen Einwohner des Kirchspiels Offenbach am Glan 1691 - 1899". In der Folge wurde im Winter 2018 das dritte "Kleine Ortsbuch", das "Familienbuch Offenbach-Hundheim - Die evangelischen Einwohner des Kirchspiels Offenbach am Glan 1731 - 1839" aufgelegt.

Neben einer geschichtlichen Zusammenfassung zeigt eine Karte (kath.) die damals geltende katholische Pfarrei und auf einer gesonderten Karte (ev.) die damalige evangelische Pfarrei Offenbach am Glan. Das katholische Namensregister und das evangelische Namensregister gibt dem interessierten Leser erste Hinweise für die Suche. Ähnliche Namensschreibungen können trotz der unterschiedlichen Schreibweise dennoch zusammenhängen. Dies zu erkennen, bleibt dem individuellen Forschergespür überantwortet.

© Clemens-Maria Kühn – 2018